Take Shelter

Take Shelter

Mo, 25. — Fr, 29.11.2013 | 17:30 Uhr | City-Kino

USA 2011, Regie/Drehbuch: Jeff Nichols, K: Adam Stone, S: Parke Gregg, M: David Wingo, D: Michael Shannon, Jessica Chastain, Tova Stewart, Shea Whigham,
125 Minuten, OmdUt

Trailer:


Inhalt:


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Elyria, Ohio. Curtis LaForche wird andauernd von Alpträumen heimgeholt, in denen er und seine Familie – seine Frau Samantha und seine Tochter Hannah – bedroht werden. Darum beschließt er eine sturmsichere Behausung auf seinem Grundstück zu errichten. Seine Obsessionen belasten jedoch das Familienleben nach und nach immer mehr, sodass er sich entschließt in eine Klinik zu gehen, wo er von seiner Mutter spricht, die in seinem Alter paranoid wurde. Doch Curtis lässt sich nicht davon abbringen, seinen Bunker zu errichten, für den er sogar einen Kredit aufnimmt und sich, ohne um Erlaubnis zu bitten, Geräte und Maschinen von der Firma ausleiht, bei der er angestellt ist. Er ist sicher, dass ein großer Sturm kommen wird, doch niemand glaubt ihm…

Kritikerstimmen:


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„Wenngleich man Take Shelter als Paranoia-Thriller etikettieren kann, unterläuft Jeff Nichols als Autor und als Regisseur auf subtile Weise die entsprechenden Topoi. Der Suspense, anfänglich noch ein Verharren in einem Zustand latenter Unsicherheit, weicht relativ rasch verstörenden Einschüben, die unmittelbar als Traumsequenzen ausgewiesen sind.“ (ray)

„Realität und Vision verschwimmen angesichts der Frage, wann die Apokalypse einsetzt und ob sie das überhaupt tun wird. Für den aufgewühlten Familienvater ist die Flucht nach unten die einzig richtige Bewegungsrichtung angesichts dessen, was sich oben zusammenbraut.“ (Kathrin Häger, Filmdienst)

„Stürme sind bekanntlich schon seit Shakespeare treffliche Metaphern für die inneren Unruhen eines Protagonisten, einer Gesellschaft. Von amerikanischen Kritikern wurde Take Shelter denn auch als Parabel auf eine Nation in der wirtschaftlichen Krise gesehen.“ (Kai Mihm, epd-film)

„Take Shelter ist weder ein Katastrophenfilm noch ein Horrorfilm, er ist vielmehr eine ungewohnt präzise Darstellung der Dialektik von Idyll und Apokalypse. Das amerikanische Kino macht uns so gerne weis, der Rückzug auf Familie und Nachbarschaft, ihre notfalls militante Verteidigung, sei die Lösung aller Probleme. Wie aber soll damit ein alles zerstörender Sturm besiegt werden?“ (Georg Seeßlen, Die Zeit)

Der Regisseur Jeff Nichols:


4_Take_Shelter1978 in Little Rock, Arkansas, geboren. Sein Debütfilm Shotgun Stories (2007) war eine Art Neo-Western, der ein ländliches Amerika zeigte, wie es schon lange nicht mehr im US-Kino zu sehen war.

 

 

 

 

Jeff Nichols über seinen Film:


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„Der Sturm repräsentiert all die frei fließenden Ängste, die das eigene Leben aushöhlen können. Schaut man sich das Schicksal der Leute in New Orleans nach dem Hurrikane Katrina an, ist der Sturm ein ganz konkretes Bild, aber es steht auch im übertragenen Sinne für den Kollaps eines Systems.“

„Curtis geht nicht davon aus, dass die ganze Welt untergeht. Seine Untergangsfantasien sind rein persönlicher Natur. Es geht nur um ihn und seine direkte Umgebung. Curtis ist ja kein spiritueller Typ. Während die anderen in die Kirche gehen, fährt er in den Baumarkt, um Material für seinen Bunker zu kaufen. Außerdem finde ich es arrogant, wenn Leute behaupten, die Apokalypse vorhersehen zu können. Solche Unterganspropheten wollen sich nur als etwas Besseres im unendlichen Strom der Zeit fühlen. In dieser Hinsicht ist Take Shelter eher ein antiapokalyptischer Film.“

Filmografie:


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2007 Shotgun Stories
2011 Take Shelter

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