Lieber leben

Mo, 15. – Sa, 20.10.2018 | 17:30 Uhr bzw. Sa, 15:00 Uhr | City-Kino

Lieber leben (F 2016)

Von einem Moment auf den nächsten ist nichts mehr wie es einmal war. Was sich nach einer Phrase anhört, wird für Ben zur bitteren Realität. Ein Unfall, über dessen Hintergründe zunächst kaum etwas bekannt ist, macht aus einem sportlichen jungen Mann mit vielen Zukunftsplänen und Wünschen eine hilflose Person, die plötzlich komplett auf andere angewiesen ist. Als er wieder das Bewusstsein erlangt, ist Ben vom Hals abwärts gelähmt. Dann werden die Schläuche und Maschinen entfernt und er schließlich nach vielen Wochen in eine Reha-Klinik verlegt. Dort beginnt für ihn ein neues Leben. Die Geschichte basiert auf dem stark autobiografischen Roman von Co-Regisseur und Hip-Hop-Musiker Marsaud, der hier unter seinem Künstlernamen „Grand Corps Malade“ in Vor- und Abspann auftaucht.

„Gänzlich ohne Pathos und Kitsch erzählt „Lieber leben“ vom Weg zurück ins „normale Leben“, von den Höhen und Tiefen einer ungewöhnlichen Freundschaft.“

(Joachim Kunz, Kino Zeit)

L’Animale

Mo, 12. – Sa, 17.11.2018 | 17:30 Uhr bzw. Sa, 15:00 Uhr | City-Kino

L’Animale (Ö 2018)

Mati und ihre Burschenclique machen auf getunten Mopeds die Gegend unsicher und den Mädchen das Leben schwer. Als sich jedoch Sebastian, der Anführer der Gruppe, in Mati verliebt und sie sich mit der verhassten Carla anfreundet, läuft Mati Gefahr, ihren Platz bei den Jungs zu verlieren. Währenddessen steht ein gut gehütetes Geheimnis zwischen Matis Eltern. Die beiden haben eine Entscheidung zu treffen: Was zählt mehr, Schein oder Sein?

„Ein Film, der bei allem Realismus auch magisch, lustig und einfallsreich ist … L’ANIMALE ist nicht einfach nur ein Coming-of-Age-Film. Es geht um die Suche nach sich selbst, nach einer Identität und nach sexueller Lust. Das betrifft auch die Erwachsenen, die sich nicht trauen, ihre Sehnsüchte zu offenbaren … die elektrisierende Musik, verleiht der Handlung Tempo und lässt in die jugendliche Lebenswelt einfühlen.“

(Maurice Wojach, Märkische Allgemeine Zeitung)

Körper und Seele

Mo, 10. – Sa, 15.12.2018 | 17:30 Uhr bzw. Sa, 15:00 Uhr | City-Kino

Körper und Seele (UNG 2017)

Ein Schlachthaus in Budapest: Mária ist neu hier – und als Qualitätskontrolleurin wird sie nicht sonderlich nett empfangen, zumal sie autistisch wirkt und sich deswegen besonders genau an die Gesetze hält. Fast alle Kollegen meiden Mária, aber immerhin mit dem Finanzchef Endre, der halbseitig gelähmt ist, versteht sie sich. Die beiden bauen ein besonderes Verhältnis zueinander auf. Nachdem ein für die Rinderzüchtung vorgesehenes Präparat geklaut worden ist, das die Tierlibido steigert, werden alle Angestellten des Schlachthauses zu einem psychologischen Test verpflichtet. Das Ergebnis der Untersuchung belegt die spezielle Verbindung von Mária und Endre: Wie es aussieht, haben die zwei Kollegen jede Nacht beide denselben Traum. Sie träumen, dass sie Hirsche sind, die einander in einem verschneiten Wald treffen…

„Es ist nicht nur ein ungewöhnlicher Schauplatz, der zwischen samtäugigen Rindern und totem Fleisch allerlei Symbolik in sich trägt und unglaubliche Ergebnisse für Mária und Endre zeitigt: Ihre allnächtlichen Träume, eine Hirschkuh bzw. ein Hirsch an einem winzigen See in einem verschneiten Wald zu sein, sind identisch.“

(Sabina Zeithammer, Falter)

Die beste aller Welten

Mo, 14. – Sa, 19.01.2019 | 17:30 Uhr bzw. Sa, 15:00 Uhr | City-Kino

Die beste aller Welten (Ö/DE 2017)

Als der kleine Adrian größer wird, merkt seine Mutter, dass sie aufhören muss, Drogen zu nehmen, wenn sie ihr Kind behalten will. Doch immer wenn sie es ein paar Tage ohne Drogen schafft, fühlt sie sich ge- schwächt und ist dazu gezwungen, wieder welche zu nehmen. Doch eines Tages passiert es: Ein Dea- ler, der in ihrer Wohnung schläft, stirbt. Da steht es für Adrians Mutter endgültig fest: Sie muss von der Sucht loskommen! Der junge Salzburger Filmstudent Adrian Goiginger erzählt in seinem ersten Spiel lm die Geschichte seiner eigenen Kindheit.

„Der Film folgt nicht dem erwartbaren Re ex, von einer einseitig schlimmen Kindheit in der Drogenhölle zu erzäh- len. Stattdessen zeigt er, ohne zu verharmlosen, wie viel Zärtlichkeit zwischen Mutter und Sohn herrscht, wie viel wunderbare Normalität mitunter möglich ist.“

(Kaspar Heinrich, Spiegel online)

Eine fantastische Frau

Mo, 11. – Sa, 16.03.2019 | 17:30 Uhr bzw. Sa, 15:00 Uhr | City-Kino

Eine fantastische Frau (CHL, DE, ESP, USA 2017)

Die Kellnerin und Sängerin Marina und der 20 Jahre ältere Orlando lieben einander und planen eine gemeinsame Zukunft. Als er plötzlich stirbt, stellt sich seine Familie, die er für Marina verlassen hat, gegen sie, selbst vom Begräbnis soll sie ausgeschlossen werden. Denn Marina ist eine Trans- gender-Frau. So wie sie bisher dafür gekämpft hat, tatsächlich als Frau leben zu dürfen, muss sie nun für ihr Recht auf Trauer kämpfen.

Die Hauptdarstellerin Daniele Vega ist auch im wirklichen Leben eine Transgender-Frau, als erste bekennende Transgender-Person in der Geschichte der Oscar-Shows moderierte sie bei den Academy Awards 2018 einen Beitrag an.

The Party

Mo, 11. – Sa, 16.02.2019 | 17:30 Uhr bzw. Sa, 15:00 Uhr | City-Kino

The Party (GB 2017)

Politikerin Janet und ihr Ehemann laden zur Feier eines berufichen Erfolgsmoments – die Dame des Hauses soll Gesundheitsministerin im neuen Kabinett werden – drei befreundete Paare in ihr Londoner Haus ein. Doch so nett, wie geplant, verläuft der Abend nicht einmal im Ansatz. Die Feier nimmt immer chaotischere Züge an, weil sich die Gäste nach und nach entschließen, just an diesem Abend lange sorgsam gehütete Geheimnisse zu offenbaren.

„Die Handlung spielt sich in Echtzeit ab und beschränkt sich auf eine Londoner Wohnung. Nach wenigen Minuten sind die Konflikte etabliert, und man kann den unterschiedlichen Figuren beim Kleinkrieg zusehen. In Hitchcock-Manier wird das Publikum mit immer wiederkehrenden Spannungsbögen durch die absurde Komödie geführt. Unterhaltung auf hohem Niveau!“

(Özgur Anil, film.at)