Marshland

Mo, 16. – Sa, 21.10.2017 | 17:30 Uhr bzw. Sa, 15:00 Uhr | City-Kino

© Polyfilm

Marshland (E 2014)

Die beiden Ermittlungsbeamten Pedro und Juan werden aus Madrid in das Mündungsgebiet des Guadalquivir südlich von Sevilla geschickt, wo sie das Verschwinden zweier Töchter einer Arbeiterfamilie aufklären sollen. Schnell finden sie die
Leichen der beiden Teenager in einem Sumpf, nackt und mit Spuren schwerster Misshandlungen. Bei der Suche nach Verdächtigen stoßen sie nur auf Schweigen, außerdem zeigen sich die unterschiedlichen Charaktere der beiden Polizisten: Jugend trifft auf Alter, Idealismus auf Zynismus, was die Ermittlungen nicht gerade erleichtert…

„Der Neo-Noir-Thriller beeindruckt mit genialer Kameraführung und atmosphärisch sepiafarbenen Bildern sowie durch großartige schauspielerische Leistungen.“
(Roland Bonimair, TV-MEDIA)

Mustang

Mo, 13. – Sa, 18.11.2017 | 17:30 Uhr bzw. Sa, 15:00 Uhr | City-Kino

© Filmladen

Mustang (F/D/TK 2015)

Sommer in einem türkischen Dorf an der Küste des Schwarzen Meeres. Lale und ihre vier Schwestern wachsen nach dem Tod der Eltern bei ihrem Onkel auf. Als sie nach der Schule mit einigen jungen Burschen beim Herumtollen im Meer beobachtet werden, löst dies einen Skandal aus. Ihr als schamlos wahrgenommenes Verhalten hat dramatische Folgen: Sie werden weggesperrt, von der Außenwelt abgeschnitten. Doch die fünf Schwestern beginnen, sich gegen die ihnen auferlegten Grenzen aufzulehnen.

„Ausgerechnet die jüngste der Schwestern, Lale, wird zur treibenden Kraft. Sie sieht mit klarem Blick eine Zukunft, die sie nicht leben will. Anfangs mit kindlichem Trotz, dann aber immer zielstrebiger kämpft die kleine Rebellin für ihr Recht auf ein selbstbestimmtes und freies Leben“
(Kirsten Taylor, FILMDIENST)

Auszeichnungen: Nominierungen für Oscar 2016; Golden Globe 2016 als bester ausländischer Film

Son of Saul

Mo, 11. – Sa, 16.12.2017 | 17:30 Uhr bzw. Sa, 15:00 Uhr | City-Kino

© Thimfilm

Son of Saul (H, 2015)

Saul Ausländer, ein Ungar jüdischer Abstammung, ist im Oktober 1944 Mitglied eines Sonder-
kommandos in Auschwitz-Birkenau. Seine Gruppe bereitet eine gewaltsamen Aufstand vor, während er nur von einem Gedanken besessen ist: Er behauptet, in der Leiche eines Jungen seinen Sohn wiedererkannt zu haben. Er fühlt sich von der Mission erfüllt, dem Kind ein würdiges Begräbnis zu gestalten, also dessen Verbrennung zu vermeiden. Dazu benötigt er einen Rabbi, der ein Kaddisch spricht…

„Die Erfindung und Aufstellung des Sonderkommandos ist das dämonischste Verbrechen des Nationalsozialismus gewesen. (…) Mit Hilfe dieser Einrichtung wurde der Versuch unternommen, das Gewicht der Schuld auf andere, nämlich auf die Opfer selbst, abzuwälzen.“
(Roland Bonimair, TV-MEDIA)

Auszeichnungen: Cannes 2015: Großer Preis der Jury; Golden Globes 2016: Bester fremdsprachiger Film; Oscarverleihung 2016: Bester fremdsprachiger Film.

I, Daniel Blake

Mo, 15. – Sa, 20.01.2018 | 17:30 Uhr bzw. Sa, 15:00 Uhr | City-Kino

© Lunafilm

I, Daniel Blake (GB/FR/BE 2016)

Newcastle upon Tyne im Nordosten Englands: Daniel Blake, ein 59-jähriger Zimmermann, erleidet kurz vor der Pensionierung einen leichten Herzinfarkt und ist erstmals in seinem Leben auf staatliche Hilfe angewiesen. Ein erniedrigender und zermürbender Kampf mit Online-Anträgen und Formularen beginnt…

„Am Beispiel des Kämpfers Daniel Blake, dessen Mut und Witz, Energie und Enthusiasmus in der Mühle der verwalteten Welt zermahlen werden, beschreibt Loach eindringlich, wie die Bürokratie Menschen kaputtmacht, wie sich die Sozialämter hinter ihren Callcentern und Internetauftritten verstecken und neue, absurde Beschäftigungsspiele erfinden.“
(Rüdiger Suchsland, FILMDIENST)

Auszeichnungen: Goldene Palme von Cannes 2016

Der Schamane und die Schlange

Mo, 12. – Sa, 17.02.2018 | 17:30 Uhr bzw. Sa, 15:00 Uhr | City-Kino

© Polyfilm

Der Schamane und die Schlange (COL/VEN/ARG 2015)

Amazonas, Anfang des 20.Jahrhunderts: Der Schamane Karamakate soll einen deutschen Ethnologen, dessen Figur von Theodor Koch-Grünberg (1872-1924) inspiriert ist, zu einer geheimnisvollen, sehr seltenen Pflanze führen, um ihn zu heilen. 40 Jahre später wiederholt der US-amerikanische Biologe Richard Evans Schultes (1915-2000) wieder mit Hilfe des Schamanen, der der letzte Überlebende seines Stammes ist, diese Reise… In grandiosen Bildern erzählt „Der Schamane und die Schlange“ von den Mysterien einer fast vergessenen Kultur und den Schrecken der Kolonialisierung.

„DER SCHAMANE UND DIE SCHLANGE ist ganz einfach ein Kunstwerk und eine der einzigartigsten Kinoerfahrungen, die man sich erhoffen kann. Es ist ein faszinierender, geradezu aufregender Trip.“
(indiewire.com)

The Salesman

Mo, 12. – Sa, 17.03.2018 | 17:30 Uhr bzw. Sa, 15:00 Uhr | City-Kino

© Thimfilm

The Salesman (IRN/FR, 2016)

Fluchtartig müssen Emad und Rana ihre Wohnung verlassen. Bei Grabungsarbeiten wird das Fundament ihres Wohnhauses beschädigt, es droht einzustürzen. Ein befreundeter Schauspielerkollege stellt dem jungen Paar seine leer stehende Wohnung zur Verfügung. Als Rana eines Abends im Badezimmer von einem unbekannten Eindringling überrascht wird, ist nichts mehr so, wie es einmal war…

„Hardliner haben keine andere Wahl, als die Welt mit einer Sie – oder – Wir – Mentalität zu betrachten und so Angst unter den Menschen ihres eigenen Landes zu verbreiten. Dies ist nicht nur in den USA der Fall. Die Hardliner meines Landes sind genauso.“
(Asgar Farhadi, in seiner Begründung, warum er nicht zur Oscar-Verleihung kommt)

Auszeichnungen: Oscar 2017 für den besten nicht englischsprachigen (ausländischen) Film; Bestes Drehbuch; Bester Hauptdarsteller Cannes 2016.