Sag nicht, wer du bist

Sag nicht wer du bist – Tom à la ferme

Mo, 23. — Sa, 28.11.2015 | 17:30 Uhr bzw. Sa 15:00 Uhr | City-Kino

CAN/F 2013; Regie: Xavier Dolan, Drehbuch: Xavier Dolan, Michel Marc Bouchard nach seinem gleichnamigen Theaterstück, K: André Turpin, S: Xavier Dolan, M: Gabriel Yared, Darsteller: Xavier Dolan, Pierre Yves Cardinal, Lise Roy, Evelyne Brochu, 102 Minuten, OmdU

Trailer:


Inhalt:


© Filmladen

Der junge Werbetexter Tom aus Montreal besucht die Farm, auf der sein verunglückter Lebenspartner aufgewachsen ist, um beim Begräbnis teilzunehmen. Dessen Mutter weiß jedoch nicht, dass ihr Sohn überhaupt homosexuell war. Und der gewalttätige Bruder des Verstorbenen macht klar, dass das auch so bleiben soll. Gleichzeitig hindert er Tom daran, die Farm wieder zu verlassen, woraus sich ein seltsames Verhältnis entwickelt, das von Gewalt, aber auch einer latenten homophilen Anziehung geprägt ist…


Der Regisseur über seinen Film:


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Xavier Dolan (Geb. 1989 in Montreal, Schauspieler in Fernsehserien und Filmen, Synchronsprecher):

„Nachdem ich unbeabsichtigt eine Trilogie über das Thema der unmöglichen Liebe geschaffen hatte, war ein Richtungswechsel fällig. Ich brauchte etwas Blitzschnelles, für einen ebenso schnellen Dreh. Da erinnerte ich mich an das Stück TOM À LA FERME. Es war im Winter 2011. In einer dieser Nächte hielt Lise Roy, die später auch im Film diese Rolle spielen sollte, den Monolog der Mutter, die lang gelitten hat, vom Begräbnis ihres Sohnes heimkehrt und bei der Zubereitung eines Nudelsalats zusammenbricht, für den sie berühmt ist. Sie wirft den ganzen Salat in den Müll – keiner hat einen Bissen genommen – und lässt ihren Ekel über das Rezept und all die Leute um sie herum freien Lauf, die sie all die Jahre zwangen, ihn zu machen. Der Nudelmonolog blieb immer beim Thema, also dem Essen, aber er deutete die tiefe Trauer einer Frau an, die nie etwas anderes als den Hof gekannt hat und die flüchtigen Umarmungen ihres verstorbenen Mannes und ihrer Söhne, das Melken der Kühe. Nach der Vorführung fragte ich Michel Marc, wer das Stück verfilmen würde? Er sagte: „Niemand, warum? Denkst du an jemand Bestimmten?“ „Ja, mich“, antwortete ich mit ganzer Bescheidenheit.“


Kritikerstimmen:


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„Ein außergewöhnlich fesselnder Psychothriller auf den Spuren von Alfred Hitchcock und Patricia Highsmith. Die bezwingende Adaption eines Theaterstücks überzeugt durch großartige Dialoge und Schauspieler, wobei die inszenatorische Professionalität und Stilsicherheit des jungen kanadischen Regisseurs Xavier Dolan erneut begeistert.“
(Marius Nobach – Filmdienst)

„Die Sehnsucht nach einem Leben in absoluter Freiheit und die Furcht davor, das kalte Brennen der Leidenschaften und die lodernde Angst vor ihnen, der Exzess und die Lügen. Dolans Protagonisten sind Zerrissene, innerlich Gehetzte, die von einem Extrem zum nächsten treiben.“
(Sascha Wesatphal epd-film)


Filmografie:


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2009 : I Killed My Mother
2010 : Heartbeats
2012 : Laurence Anyways
2013 : Tom à la ferme
2014 : Mommy

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