{"id":1411,"date":"2017-08-08T15:47:47","date_gmt":"2017-08-08T13:47:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.filmring-linz.at\/?page_id=1411"},"modified":"2018-08-21T17:42:55","modified_gmt":"2018-08-21T15:42:55","slug":"i-daniel-blake","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.filmring-linz.at\/?page_id=1411","title":{"rendered":"I, Daniel Blake"},"content":{"rendered":"<p><em><div class='content-column one_half'><\/em><\/p>\n<header>\n<hgroup>\n<h2>I, Daniel Blake<\/h2>\n<\/hgroup>\n<\/header>\n<p><strong>Mo, 15. \u2014 Sa, 20.01.2018 | 17:30 Uhr bzw. Sa 15:00 Uhr | City-Kino<\/strong><\/p>\n<p>GB\/F 2016, Regie: Ken Loach, Drehbuch: Paul Laverty, Kamera: Robby Ryan, Schnitt: Jonathan Morris, Musik: George Fenton, Darsteller: Dave Johns, Hayley Squires, Micky McGregor, Colin Coombs, Briana Shann, Dylan McKiernan, 100 Minuten, OmdU<\/p><\/div><\/p>\n<p><center><div class='content-column one_half last_column'>Trailer:<code><a id=\"6acc1e770c5d6\" rel=\"wp-video-lightbox\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ahWgxw9E_h4?rel=0&#038;width=640&#038;height=480\" title=\"\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/I_Daniel_Blake.png\" class=\"video_lightbox_anchor_image\" alt=\"\" \/><\/a>    <script>\r\n    \/* <![CDATA[ *\/\r\n    jQuery(document).ready(function($){\r\n        $(function(){\r\n            var width = $(window).innerWidth();\r\n            var setwidth = parseFloat(640);\r\n            var ratio = parseFloat(0.75);\r\n            var height = parseFloat(480);\r\n            var link = 'https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ahWgxw9E_h4?rel=0&amp;width=640&amp;height=480';\r\n            if(width < setwidth)\r\n            {\r\n                height = Math.floor(width * 0.75);\r\n                \/\/console.log(\"device width \"+width+\", set width \"+640+\", ratio \"+0.75+\", new height \"+ height);\r\n                var new_url = wpvl_paramReplace('width', link, width);\r\n                var new_url = wpvl_paramReplace('height', new_url, height);\r\n                $(\"a#6acc1e770c5d6\").attr('href', new_url);\r\n                \/\/console.log(new_url);\r\n            }\r\n        });\r\n    });\r\n    \/* ]]> *\/\r\n    <\/script><\/code><\/center><\/div><div class='clear_column'><\/div><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Inhalt:<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class='content-column one_fourth'><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1337 size-full\" title=\"\u00a9 Lunafilm\" src=\"https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/4_I_Daniel_Blake.png\" alt=\"\u00a9 Lunafilm\" width=\"226\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/4_I_Daniel_Blake.png 226w, https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/4_I_Daniel_Blake-150x100.png 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 226px) 100vw, 226px\" \/><\/p><\/div><div class='content-column three_fourth last_column'><p>Newcastle upon Tyne im Nordosten Englands: Daniel Blake, ein 59-j\u00e4hriger Zimmermann erleidet kurz vor der Pensionierung einen leichten Herzinfarkt und ist erstmals in seinem Leben auf staatliche Hilfe angewiesen. Ein erniedrigender und zerm\u00fcrbender Kampf mit Online &#8211; Antr\u00e4gen und Formularen beginnt. Dabei lernt er die alleinerziehende Mutter Katie mit ihren zwei kleinen Kindern kennen, die \u00e4hnliche Erfahrungen mit der seelenlosen B\u00fcrokratie &#8211; Maschinerie machen. Die vier bilden eine erfolgreiche Schicksalsgemeinschaft und erfahren neben den st\u00e4ndigen Tiefschl\u00e4gen auch viel Solidarit\u00e4t. Immer neue b\u00fcrokratische Klippen des sogenannten Sozialstaates aber lassen Ohnmacht schlussendlich zu Wut werden &#8211; doch ganz so leicht geben Daniel und Katie ihre Tr\u00e4ume und Hoffnungen nicht auf.<\/div><div class='clear_column'><\/div><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Der Regisseur:<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><div class='content-column one_fourth'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1418 size-full\" title=\"\u00a9 Chris Payne\" src=\"https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/kenloach.png\" alt=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/cornerhousemanchester\/14327362364\/in\/photostream\/\" width=\"226\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/kenloach.png 226w, https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/kenloach-150x100.png 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 226px) 100vw, 226px\" \/><\/div><div class='content-column three_fourth last_column'><p>Der britische Regisseur Ken Loach (geboren 1936 in Nordengland) ist ein guter alter Bekannter im Filmring, allein in den letzten zehn Jahren waren vier seiner Filme in unserem Programm (Titel siehe unten). Ber\u00fchmt wurde er durch seine jahrelange Zusammenarbeit mit dem Drehbuchautor Paul Lafferty, alle seine Filme sind gepr\u00e4gt von einem tief gehenden Engagement f\u00fcr die Benachteiligten und Unterdr\u00fcckten, seine naturalistische Erz\u00e4hlweise gr\u00fcndet auf einer glasklaren politischen Einstellung: dem idealistischen Marxismus, einem Streben nach einer sozial gerechteren Welt, in der gelebte Solidarit\u00e4t nicht nur eine hohle Phrase ist. Bereits zweifacher Gewinner der Goldenen Palme von Cannes, ist Ken Loach einer der wichtigsten sozialkritischen Regisseure der Filmgeschichte.<\/p>\n<p><strong>Der Regisseur \u00fcber die Recherche zum Film:<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Paul Laverty, mein Autor seit vielen Jahren, und ich befinden uns in einem st\u00e4ndigen Dialog und tauschen Ideen aus. \u00dcber das, was in unserem Land vorgeht und was mit den Menschen passiert. In diesem Fall schauten uns in verschiedenen St\u00e4dten um, im Mittleren Westen, in den Midlands, im Norden, nat\u00fcrlich auch in London. Wir sprachen mit Menschen, die in Jobcentern gearbeitet hatten, ebenso wie mit solchen, die in Essensausgabestellen t\u00e4tig waren. Viele wussten davon, viele wollten gerne dar\u00fcber reden \u2013 und doch ist es nicht Teil der \u00f6ffentlichen Diskussion. Man liest vielleicht einmal etwas in der Zeitung \u00fcber Essensausgabestellen, aber das macht keine Schlagzeilen und wird schnell vergessen. Paul arbeitete zun\u00e4chst die beiden Hauptfiguren aus und schrieb dann das Drehbuch.<br \/>\n[&#8230;]<br \/>\nWir hatten schon ein Bewusstsein [dieser Problematik], aber die ganzen Ausma\u00dfe habe ich erst durch die Arbeit am Film kennen gelernt. Paul traf einen Mann, der f\u00fcr ganze drei Jahre sanktioniert wurde, in dieser Zeit also kein Geld bekommt. Dabei handelt es sich um einen hochqualifizierten Fabrikarbeiter, der sich weigerte, das zu machen, was sie ihm anboten. Im Jobcenter sage man ihm n\u00e4mlich, er m\u00fcsse dieselbe Arbeit ohne Lohn machen, anderenfalls w\u00fcrde er keine staatliche Unterst\u00fctzung bekommen. Als er das ablehnte, sanktionierten sie ihn.<br \/>\n[&#8230;]<br \/>\nDas ist eine absichtliche Grausamkeit, die dort praktiziert wird. Die Leute, die in den Jobcentern arbeiten, haben Anweisungen, eine bestimmte Anzahl von Menschen zu sanktionieren. Und wenn sie das nicht tun, bekommen sie einen &#8222;personal improvement plan&#8220;, wie sie ihre Arbeit verbessern k\u00f6nnen &#8211; was nichts anderes bedeutet, als mehr Sanktionen zu verh\u00e4ngen. Ihre Vorgabe ist, die Menschen zu entmutigen. Daniel Blake ist einer, der sich nicht entmutigen l\u00e4sst. In der Realit\u00e4t zeigt sich, dass die Mehrheit der Anfechtungen Erfolg hat. Deshalb versucht man in den Jobcentern alles M\u00f6gliche, um die Menschen zu entmutigen.<\/p>\n<p>(epd-film, Interview von Frank Arnold mit Ken Loach)<\/p><\/blockquote><\/div><div class='clear_column'><\/div><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Kritikerstimmen:<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class='content-column one_fourth'><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1336 size-full\" title=\"\u00a9 Lunafilm\" src=\"https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/3_I_Daniel_Blake.png\" alt=\"\u00a9 Lunafilm\" width=\"226\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/3_I_Daniel_Blake.png 226w, https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/3_I_Daniel_Blake-150x100.png 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 226px) 100vw, 226px\" \/><\/p><\/div><div class='content-column three_fourth last_column'><p>Am Beispiel des K\u00e4mpfers Daniel Blake, dessen Mut und Witz, Energie und Enthusiasmus in der M\u00fchle der verwalteten Welt zermahlen werden, beschreibt Loach eindringlich, wie die B\u00fcrokratie Menschen kaputtmacht, wie sich die Sozial\u00e4mter hinter ihren Callcentern und Internetauftritten verstecken, neue, absurde Besch\u00e4ftigungsspiele erfinden und Komplexit\u00e4t der Formulare und Verfahren derart steigern, dass viele so genannte Sozialhilfeempf\u00e4nger frustriert aufgeben oder scheitern \u2013 jedenfalls die Statistik \u201ebefreien\u201c. \u201eEs ist eine monumentale Farce\u201c, erkennt Daniel, \u201eWir schreiben Bewerbungen f\u00fcr Jobs, die es gar nicht gibt.\u201c Auch die Verantwortlichen werden benannt: \u201eAll those fucking Tories&#8220;.<br \/>\n<em>(Filmdienst, R\u00fcdiger Suchsland)<\/em><\/p>\n<p>Auch wenn die Inszenierung immer wieder versucht, der Geschichte Momente der Leichtigkeit und des Kom\u00f6diantischen zu geben, liegt die St\u00e4rke im politischen Zorn. Loach zeigt, was die Soziologie mit akribischen Begriffen herausgearbeitet hat: Dass der deregulierte Markt unendlich viel mehr formale Vorschriften und Regularien zur Disziplinierung der Menschen produziert als fr\u00fchere \u00d6konomien, und dass B\u00fcrokraten zugleich mitleidsloser denn je agieren. Das Individuum und dessen besonderen Umst\u00e4nde gelten immer weniger.<br \/>\n<em>(Filmdienst, R\u00fcdiger Suchsland)<\/em><\/p>\n<p>Ich, Daniel Blake\u00ab ist der unvers\u00f6hnlichste Loach-Film seit langem, geradlinig erz\u00e4hlt, mit zur\u00fcckhaltend agierenden Darstellern, nicht nur in den beiden Hauptrollen, auch in Nebenrollen wie dem f\u00fcr \u00bbcomic relief\u00ab sorgenden jungen Schwarzen, der Daniels Nachbar ist. 50 Jahre ist es her, dass Ken Loach mit \u00bbCathy, Come Home\u00ab eine \u00e4hnliche Geschichte \u00fcber einen Menschen im R\u00e4derwerk der B\u00fcrokratie erz\u00e4hlte. Die bewirkte nach ihrer Fernsehausstrahlung eine Debatte im Parlament, von so etwas tr\u00e4umt heute nicht einmal mehr Loach.<br \/>\n<em>(epd-film, Frank Arnold)<\/em><\/p><\/div><div class='clear_column'><\/div><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Filmografie (Auswahl):<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class='content-column one_fourth'><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1339 size-full\" title=\"\u00a9 Lunafilm\" src=\"https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/6_I_Daniel_Blake.png\" alt=\"\u00a9 Lunafilm\" width=\"226\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/6_I_Daniel_Blake.png 226w, https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/6_I_Daniel_Blake-150x100.png 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 226px) 100vw, 226px\" \/><\/p><\/div><div class='content-column three_fourth last_column'><p>1991: Riff-Raff<br \/>\n1995: Land and Freedom<br \/>\n1998: My Name is Joe (im Filmring)<br \/>\n2001: The Navigators<br \/>\n2004: Just a Kiss (im Filmring)<br \/>\n2006: The Wind that Shakes the Barley<br \/>\n2007: It&#8217;s a Free World (im Filmring)<br \/>\n2009: Looking For Eric (im Filmring)<br \/><\/div><div class='clear_column'><\/div><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt: Der Regisseur: Kritikerstimmen: Filmografie (Auswahl):<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":1618,"menu_order":3,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"hero_heading":"","hero_subheading":"","footnotes":""},"class_list":["post-1411","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.filmring-linz.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1411","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.filmring-linz.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.filmring-linz.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.filmring-linz.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.filmring-linz.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1411"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.filmring-linz.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1411\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1454,"href":"https:\/\/www.filmring-linz.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1411\/revisions\/1454"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.filmring-linz.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1618"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.filmring-linz.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1411"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}