{"id":1729,"date":"2018-11-11T15:46:41","date_gmt":"2018-11-11T13:46:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.filmring-linz.at\/?page_id=1729"},"modified":"2019-09-05T15:30:03","modified_gmt":"2019-09-05T13:30:03","slug":"special-screening-vertigo","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.filmring-linz.at\/?page_id=1729","title":{"rendered":"Special Screening: Vertigo"},"content":{"rendered":"<div class='content-column one_half'><header>\n<hgroup>\n<h2>Vertigo &#8211; Aus dem Reich der Toten<\/h2>\n<\/hgroup>\n<\/header>\n<p><strong>Sa, 24.11.2018 |\u00a0 15:00 Uhr | City-Kino<\/strong><\/p>\n<p>USA 1958, Regie: Alfred Hitchcock, DB: Alex Coppel, Maxwell Anderson nach dem Roman \u201cD\u00b4entre les morts\u201c von Pierre Boileau und Thomas Narcejac K: Robert Burks, S: George Tomasini, M: Bernhard Herrmann, Darsteller: James Stewart, Kim Nowak, Barbara Bel Geddes, 129 Minuten, OmdUT<br \/><\/div>\n<p><center><div class='content-column one_half last_column'>Trailer:<code><a id=\"6ab52849147fa\" rel=\"wp-video-lightbox\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Z5jvQwwHQNY?rel=0&#038;width=640&#038;height=480\" title=\"\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/FotoJet.jpg\" class=\"video_lightbox_anchor_image\" alt=\"\" \/><\/a>    <script>\r\n    \/* <![CDATA[ *\/\r\n    jQuery(document).ready(function($){\r\n        $(function(){\r\n            var width = $(window).innerWidth();\r\n            var setwidth = parseFloat(640);\r\n            var ratio = parseFloat(0.75);\r\n            var height = parseFloat(480);\r\n            var link = 'https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Z5jvQwwHQNY?rel=0&amp;width=640&amp;height=480';\r\n            if(width < setwidth)\r\n            {\r\n                height = Math.floor(width * 0.75);\r\n                \/\/console.log(\"device width \"+width+\", set width \"+640+\", ratio \"+0.75+\", new height \"+ height);\r\n                var new_url = wpvl_paramReplace('width', link, width);\r\n                var new_url = wpvl_paramReplace('height', new_url, height);\r\n                $(\"a#6ab52849147fa\").attr('href', new_url);\r\n                \/\/console.log(new_url);\r\n            }\r\n        });\r\n    });\r\n    \/* ]]> *\/\r\n    <\/script><\/code><\/center><\/div><div class='clear_column'><\/div><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Inhalt:<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p>Der pensionierte Polizist John \u201eScottie\u201c Ferguson verliebt sich in eine selbstmordgef\u00e4hrdete Frau, kann jedoch aufgrund seiner\u00a0H\u00f6henangst\u00a0ihren Tod nicht verhindern. Als er sp\u00e4ter einer jungen Frau begegnet, die der Toten bis aufs Haar gleicht, versucht er, diese zum Ebenbild seiner verstorbenen Liebe umzuformen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Erst- und Wiederauff\u00fchrung:<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p>Die Welturauff\u00fchrung des Films fand am 9. Mai 1958 in San Francisco statt, am 28. Mai lief\u00a0Vertigo\u00a0in\u00a0New York\u00a0und in\u00a0Los Angeles\u00a0an.\u00a0Die zeitgen\u00f6ssische Kritik war sich weitgehend einig; Das handwerkliche Geschick Hitchcocks und die Arbeit der Schauspieler wurden zumeist gelobt, in der Kritik standen vor allem Handlung, Logik und Spannungskurve des Films. W\u00e4hrend seiner Erstauswertung spielte\u00a0Vertigo\u00a0lediglich seine Kosten ein, sodass Hitchcock in einem\u00a0Interview mit Fran\u00e7ois Truffaut\u00a0von einem kommerziellen Misserfolg sprach. Vertigo\u00a0sollte nach vier gemeinsamen Filmen auch die letzte Zusammenarbeit von Hitchcock und James Stewart bleiben; laut Truffaut machte Hitchcock insgeheim dessen fortgeschrittenes Alter f\u00fcr das schlechte Abschneiden an der Kinokasse verantwortlich.<\/p>\n<p><strong>Setting:<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p>Obwohl Hitchcock vorzugsweise im Studio arbeitete und selbst existierende Schaupl\u00e4tze oft im Studio nachbauen lie\u00df, wurden viele Szenen an Originalschaupl\u00e4tzen in San Francisco gedreht, darunter die Aufnahmen vor Madeleines Residenz, Judys Hotel und Scotties Appartement.<br \/>\nDas Gem\u00e4lde von Carlotta Valdes, vor dem Madeleine l\u00e4ngere Zeit verharrt, wurde speziell f\u00fcr diesen Film hergestellt und ist daher kein Exponat eines Museums.<br \/>\nDie Stelle unter der\u00a0Golden Gate Bridge, an der Madeleine ins Wasser springt, ist die heutige\u00a0Fort Point National Historic Site.<br \/>\nDie Szene, in der sich Scottie und Madeleine die Jahresringe eines gef\u00e4llten Baumes ansehen, spielt im\u00a0Muir Woods National Monument. Tats\u00e4chlich wurde diese Szene aber im\u00a0Big Basin Redwoods State Park\u00a0nahe\u00a0Santa Cruz gedreht, der Baum war eine Attrappe.<br \/>\nDer Ort an der\u00a0Pazifikk\u00fcste, an dem sich Scottie und Madeleine k\u00fcssen, ist der Cypress Point am\u00a017-Mile Drive, s\u00fcdlich von San Francisco.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Effekte:<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p>Um das Schwindelgef\u00fchl optisch umzusetzen, setzte Hitchcock erstmals den sogenannten\u00a0Vertigo-Effekt\u00a0ein. Hierbei f\u00e4hrt die Kamera auf das Objekt zu, w\u00e4hrend gleichzeitig, bis hin zu einer\u00a0Weitwinkel-Einstellung, r\u00fcckw\u00e4rts\u00a0gezoomt wird, ohne dass sich der Bildausschnitt \u00e4ndert. Infolgedessen scheinen sich der Hintergrund und weiter von der Kamera entfernte Bildelemente vom Zuschauer wegzubewegen, w\u00e4hrend der Nahbereich des Bildes nahezu gleichbleibt. Dies f\u00fchrt zu einer Streckung der perspektivischen Tiefe, wodurch die optische Illusion des Schwindels erzeugt wird. Der Effekt ist im Film dreimal zu sehen; einmal zu Beginn in der n\u00e4chtlichen H\u00e4userschlucht von San Francisco und zweimal im Turm der Mission San Juan Bautista. Aus Kostengr\u00fcnden lie\u00df Hitchcock das komplette Treppenhaus des Turms als Modell in liegender Position nachbauen und die Kamera auf einer\u00a0horizontalen Schiene\u00a0fahren.<br \/>\nEin weiterer, seltener erw\u00e4hnter Effekt in\u00a0Vertigo\u00a0machte sich die farbver\u00e4ndernde Wirkung von\u00a0Filtern\u00a0zunutze: Um visuell eine Verbindung zwischen Madeleine und Judy herzustellen, drehte Hitchcock eine Szene, in der Madeleine einen Friedhof aufsucht, mit einem Nebelfilter, der ein gr\u00fcnstichiges Bild produzierte. In einer sp\u00e4teren Szene sieht man Judy im Hotelzimmer, auf die das gr\u00fcne Licht einer Neonreklame f\u00e4llt. Somit erzielte Hitchcock nicht nur farblich eine Verbindung zwischen den beiden Frauenfiguren, sondern auch zu dem Friedhof, dem sprichw\u00f6rtlichen \u201eReich der Toten\u201c.\u00a0Die Farbe Gr\u00fcn, die mit Madeleine\/Judy assoziiert wird, taucht auch an anderen Stellen auf\u00a0\u2013 so f\u00e4hrt Madeleine einen gr\u00fcnen Wagen und Judy tr\u00e4gt ein gr\u00fcnes Kleid, als Scottie sie das erste Mal sieht.<br \/>\nUm das Thema der duplizierten Person bzw. deren Abbild optisch zu unterstreichen, wies Hitchcock seinen\u00a0Szenenbildner\u00a0Henry Bumstead\u00a0an, viele Spiegel zu verwenden.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Filmmusik:<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p>Vertigo\u00a0war die vierte Zusammenarbeit von Hitchcock und seinem \u201eHauskomponisten\u201c\u00a0Bernard Herrmann. Herrmann schrieb die Filmmusik im Januar und Februar 1958, konnte sie aber wegen eines Musikerstreiks in den USA nicht selbst realisieren. Stattdessen spielte sie der schottische Dirigent und Komponist\u00a0Muir Mathieson\u00a0mit der in\u00a0London\u00a0ans\u00e4ssigen\u00a0Sinfonia of London, ein 1955 gegr\u00fcndetes, auf Filmmusiken spezialisiertes Orchester ein. Ein aus Solidarit\u00e4t mit den amerikanischen Kollegen ausgerufener Streik beendete die Aufnahmen vorzeitig. Mathieson nahm die noch fehlenden St\u00fccke in\u00a0Wien\u00a0auf. Aus technischen Gr\u00fcnden wurde die Musik in London in\u00a0Stereo, in Wien in\u00a0Mono\u00a0aufgezeichnet.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Restaurierung:<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p>Mitte der 1990er-Jahre wurde der Film im Auftrag von\u00a0Universal Pictures\u00a0von\u00a0Robert A. Harris\u00a0and\u00a0James C. Katz\u00a0aufw\u00e4ndig restauriert. Da das\u00a0Kameranegativ\u00a0und die Farbausz\u00fcge des im\u00a0Technicolor-Verfahren\u00a0gedrehten Films stark angegriffen waren, musste zur Bildrestauration auf unterschiedlich erhaltene\u00a0Filmkopien\u00a0zur\u00fcckgegriffen werden. Der in Mono vorliegende Filmton sollte zudem auf Wunsch von Universal zu Stereo erweitert werden. Von\u00a0Bernard Herrmanns\u00a0Filmmusik existierten zu zwei Drittel in Stereo, zu einem Drittel in Mono aufgenommene Originalb\u00e4nder. Die Dialoge mussten von dem noch vorhandenen Filmmaterial abgenommen, die Toneffekte dagegen komplett neu aufgenommen werden.\u00a0Einige Details der neuen Tonspur wie hinzugef\u00fcgte oder entfernte Toneffekte gaben jedoch Anlass zur Kritik.\u00a0Durch den zus\u00e4tzlichen Abspann (zur Nennung der Namen der an der Restaurierung Beteiligten) verl\u00e4ngerte sich die Laufzeit des Films von 128 auf nunmehr 129\u00a0Minuten.<\/p>\n<hr \/>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt: Der pensionierte Polizist John \u201eScottie\u201c Ferguson verliebt sich in eine selbstmordgef\u00e4hrdete Frau, kann jedoch aufgrund seiner\u00a0H\u00f6henangst\u00a0ihren Tod nicht verhindern. Als er sp\u00e4ter einer jungen Frau begegnet, die der Toten bis aufs Haar gleicht, versucht er, diese zum Ebenbild seiner verstorbenen Liebe umzuformen. Erst- und Wiederauff\u00fchrung: Die Welturauff\u00fchrung des Films fand am 9. 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