{"id":1906,"date":"2019-09-05T15:37:37","date_gmt":"2019-09-05T13:37:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.filmring-linz.at\/?page_id=1906"},"modified":"2022-01-15T13:24:05","modified_gmt":"2022-01-15T11:24:05","slug":"loveless","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.filmring-linz.at\/?page_id=1906","title":{"rendered":"Loveless"},"content":{"rendered":"<p><em><div class='content-column one_half'><\/em><\/p>\n<header>\n<hgroup>\n<h2>Loveless (Nelyubow)<\/h2>\n<\/hgroup>\n<\/header>\n<p><strong>Mo, 16. \u2014 Sa, 21.03.2020 | 17:30 Uhr bzw. Sa 15:00 Uhr | City-Kino<\/strong><\/p>\n<p>RU 2017, Regie: Andrej Zvyagintsev, Drehbuch: A. Zvyagintsev, Oleg Negin, Musik: Jewgeni und Sacha Galparine, Kamera: Mikhail Kritschman, Schnitt: Anna Mass. Darsteller: Marjana Spiwak, Alexej Rozin, Matwej Nowikow, Marina Wassilewja, Andris Kelshs, Sergej Dwoinikow, Artjom Schigulin, Alexej Fatejew, 127 min, OmdUT<\/p><\/div><\/p>\n<p><center><div class='content-column one_half last_column'>Trailer:<code><a id=\"6ab04468b28cf\" rel=\"wp-video-lightbox\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6h5GuecUU-Q?rel=0&#038;width=640&#038;height=480\" title=\"\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/The_Loveless.png\" class=\"video_lightbox_anchor_image\" alt=\"\" \/><\/a>    <script>\r\n    \/* <![CDATA[ *\/\r\n    jQuery(document).ready(function($){\r\n        $(function(){\r\n            var width = $(window).innerWidth();\r\n            var setwidth = parseFloat(640);\r\n            var ratio = parseFloat(0.75);\r\n            var height = parseFloat(480);\r\n            var link = 'https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6h5GuecUU-Q?rel=0&amp;width=640&amp;height=480';\r\n            if(width < setwidth)\r\n            {\r\n                height = Math.floor(width * 0.75);\r\n                \/\/console.log(\"device width \"+width+\", set width \"+640+\", ratio \"+0.75+\", new height \"+ height);\r\n                var new_url = wpvl_paramReplace('width', link, width);\r\n                var new_url = wpvl_paramReplace('height', new_url, height);\r\n                $(\"a#6ab04468b28cf\").attr('href', new_url);\r\n                \/\/console.log(new_url);\r\n            }\r\n        });\r\n    });\r\n    \/* ]]> *\/\r\n    <\/script><\/code><\/center><\/div><div class='clear_column'><\/div><\/p>\n<hr>\n<p><strong>Inhalt:<\/strong><\/p>\n<hr>\n<div class='content-column one_fourth'><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1832 size-full alignleft\" title=\"@ Polyfilm\" src=\"https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/2_Loveless.png\" alt=\"\" width=\"226\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/2_Loveless.png 226w, https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/2_Loveless-150x100.png 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 226px) 100vw, 226px\" \/><\/p><\/div><div class='content-column three_fourth last_column'><blockquote><p>Was ist, wenn selbst deine Familie dich nicht mehr liebt? &#8230;.Das Gegenteil von Liebe ist nicht Hass, es ist die Nicht-Liebe. Das, was bleibt, wenn die Liebe zwischen Gleichg\u00fcltigkeit und Verachtung zerrieben wird, wenn sie denn je war. Deshalb hei\u00dft der Film des russischen Regisseurs A. Zvyagintsev &#8218;Nelyubow&#8216; &#8211; &#8218;Un-Liebe&#8216;.<\/p>\n<p><em>(Alice Bota, Zeit online)<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der halbw\u00fcchsige Aljoscha wird wieder einmal, wie so oft, heimlich Ohrenzeuge der Streitereien seiner Eltern. Die Scheidung ist beschlossen, die Familie kaputt und zerbrochen, auch um die Zukunft des Jungen wird erbittert gestritten. Die Verzweiflung des Jungen ist grenzenlos, eines Morgens ist er verschwunden, ohne dass es zun\u00e4chst jemand bemerkt. Danach allerdings startet eine verzweifelte Suche, organisiert von privaten freiwilligen Suchtrupps, da die Vertretung des Staates, die Polizei, v\u00f6llig \u00fcberfordert ist. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.<\/p><\/div><div class='clear_column'><\/div><\/p>\n<hr>\n<p><strong>Der Regisseur:<\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><div class='content-column one_fourth'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1834 size-full alignleft\" title=\"@ Polyfilm\" src=\"https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/3_Loveless.png\" alt=\"\" width=\"226\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/3_Loveless.png 226w, https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/3_Loveless-150x100.png 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 226px) 100vw, 226px\" \/><\/div><div class='content-column three_fourth last_column'><p>Andrej Zvyagintsev wird am 6. Februar 1964 in Nowosibirsk geboren, er erf\u00e4hrt eine Schauspielausbildung an der Hochschule f\u00fcr Theater in seiner Heimatstadt, danach erste Theaterrollen, im Jahr 1986 \u00dcbersiedlung nach Moskau, Vervollst\u00e4ndigung seiner Ausbildung am Staatlichen Institut f\u00fcr Theaterkunst. Er arbeitet als Theaterschauspieler, tritt aber auch bereits in Fernseh- und Kinofilmen auf. Beim Fernsehsender REN TV kann er als Regisseur arbeiten. Nach ersten Serienarbeiten erh\u00e4lt bereits sein erster Lang-Spielfilm \u201aThe Return-Die R\u00fcckkehr\u2018 im Jahr 2003 den Goldenen L\u00f6wen der Filmfestspiele von Vendig. Das ist die Geburtsstunde eines neuen russischen Regie-Stars. Alle seine weiteren Filme finden gro\u00dfe internationale Aufmerksamkeit und Anerkennung, vor allem immer wieder beim Filmfestival in Cannes, sp\u00e4ter auch bei den Filmpreisen in den USA. Das gibt dem Regisseur auch R\u00fcckenwind und Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Bew\u00e4ltigung von so mancher scharfen Kritik aus der Heimat, da er sich nicht scheut, auch hei\u00dfe politische Eisen \u2013 wie strukturelle Korruption und den \u00fcberm\u00e4chtigen Einfluss der russisch-orthodoxen Kirche \u2013 in seinen Filmen zu thematisieren. So geschehen etwa in \u201aLeviathan\u2018 aus dem Jahr 2014. Seine Prominenz sch\u00fctzt ihn \u2013 zumindest scheint es so \u2013 vor der ber\u00fcchtigten staatlichen Zensur. Im Jahr 2018 wird Andrej Zvyagintsev in die Wettbewerbsjury des 71.Filmfestivals von Cannes berufen.<br \/><\/div><div class='clear_column'><\/div><\/p>\n<hr>\n<p><strong>Hintergrund:<\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><div class='content-column one_fourth'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1831 size-full alignleft\" title=\"@ Polyfilm\" src=\"https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/5_Loveless.png\" alt=\"\" width=\"226\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/5_Loveless.png 226w, https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/5_Loveless-150x100.png 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 226px) 100vw, 226px\" \/><\/div><div class='content-column three_fourth last_column'><p>Andrej Zvyagintsev arbeitet seit seinem ersten Spielfilm immer mit demselben Kameramann zusammen, mit dem russischen Ausnahmek\u00f6nner Michail Kritschman. Auch der Drehbuchautor Oleg Negin und die Cutterin Anna Mass geh\u00f6ren fast seit Beginn zum Team. Diese Konstanz und blinde Vertrautheit haben ganz wesentlich zu jener herausragenden und h\u00f6chst beeindruckenden Bildsprache beigetragen, f\u00fcr die dieser Regisseur so gesch\u00e4tzt und ger\u00fchmt wird.<br \/>\nDie Idee f\u00fcr \u201eLoveless\u201c kam mir bei \u201eSzenen einer Ehe\u201c, das sage ich ganz offen; ich habe diesen Film von Bergman immer gemocht. Mein Drehbuchautor Oleg Negin und ich \u00fcberlegten, eine Familienkrise zu schildern, die nach zehn bis zw\u00f6lf Jahren Ehe ausbricht, und wie die zwei Menschen nicht mehr zusammen sein k\u00f6nnen. Im Drehbuch gibt es einen Trigger, der alles in Gang setzt \u2013 ihr Kind verschwindet. <em>(RUSSIA BEYOND, Interview mit dem Regisseur von Alexander Netschajew, 24. M\u00e4rz 2017)<\/em><\/p>\n<p>Ich versuche, nichts \u00fcber mich zu lesen. Leider geht es nicht, mich komplett abzuschotten. Einmal war ich bei einer Fernsehshow, und da wurde mir vorgeworfen, ich sei kein russischer Regisseur und permanent gegen das Land, das mich sozusagen gro\u00dfgezogen hat. Das ist aber Quatsch. Damals antwortete ich, dass ich mich als B\u00fcrger eines Landes namens \u201eFilmwesen\u201c f\u00fchle.<br \/>\nIch akzeptiere keine nationalen Grenzen f\u00fcr die Filmindustrie. Genau deswegen interessiere ich mich nicht daf\u00fcr, was im russischen, amerikanischen, franz\u00f6sischen oder deutschen Filmwesen passiert. Mein Interesse gilt den Regisseuren, die gute Filme machen, egal welcher nationalen Filmschule sie angeh\u00f6ren. Jeder gute Regisseur zeichnet sich durch Universalit\u00e4t aus, seine Filme werden in Russland, den USA oder irgendwo anders verstanden.<br \/>\nDie Tatsache, dass meine Filme im Westen popul\u00e4r sind, spricht daf\u00fcr, dass ich Menschen verschiedener Nationalit\u00e4ten ansprechen kann. Das ist, aus meiner Sicht, viel wichtiger, als sich selbst in irgendwelche nationale Rahmen zu dr\u00e4ngen oder auf sein Russentum stolz zu sein.<br \/>\n<em>(RUSSIA BEYOND, Interview mit dem Regisseur von Alexander Netschajew, 24. M\u00e4rz 2017)<\/em><\/div><div class='clear_column'><\/div><\/p>\n<hr>\n<p><strong>Kritikerstimmen:<\/strong><\/p>\n<hr>\n<div class='content-column one_fourth'><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1830 size-full alignleft\" title=\"@ Polyfilm\" src=\"https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/8_Loveless.png\" alt=\"\" width=\"226\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/8_Loveless.png 226w, https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/8_Loveless-150x100.png 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 226px) 100vw, 226px\" \/><\/div>\n<div class='content-column three_fourth last_column'>Das Drama beginnt \u2013 oder endet es? Der Junge verschwindet, und niemand bemerkt es. Nicht die Nachbarn, nicht die Eltern, nicht einmal die \u00dcberwachungskameras zeichnen ihn auf. Erst der Klassenlehrerin f\u00e4llt sein Verschwinden auf, als Aljoscha den zweiten Tag in der Schule fehlt. Der Staat wird herbeigerufen in Gestalt der Polizei und bleibt unt\u00e4tig, daf\u00fcr springen freiwillige Suchtrupps ein, die effizient arbeiten und auch noch umsonst. Die Suche beginnt. Vater und Mutter, Mann und Frau werden wieder aneinandergekettet, bis dass der Tod sie scheidet.<br \/>\n<em>(Alice Bota, 14.M\u00e4rz 2018, ZEIT online)<\/em><\/p>\n<p>Dieser Film tut weh. Die langen Einstellungen mit flie\u00dfenden Bewegungen und langsamen Zooms sind kaum zu ertragen in ihrer ungeheuerlichen Unaufgeregtheit und K\u00fchle. Alle Figuren sind besch\u00e4digt, jede auf ihre Art.<br \/>\n<em>(Alice Bota, 14.M\u00e4rz 2018, ZEIT online)<\/em><\/p>\n<p>Und bei aller Parabelhaftigkeit findet Zvyagintsev eine sehr reizvolle Balance zwischen Realismus und Metaphorik. Gespenstische Suggestivkraft erlangen beispielsweise die Szenen, in denen die Helfer in einem weitl\u00e4ufigen Geb\u00e4udekomplex aus der Sowjetzeit nach Alyosha suchen. Die Konferenzs\u00e4le, Sporthallen und Heizungskeller, verlassen und aus der Zeit gefallen, so geheimnisvoll wie trostlos, k\u00f6nnten genauso in der verbotenen Zone von Tarkovskis \u00bbStalker\u00ab liegen.<br \/>\n[&#8230;]<br \/>\nZugleich wirken Zvyagintsevs Figuren lebensnah und glaubw\u00fcrdig, auch in ihren Extremen. Etwa Zhenya: So kalt, selbstgerecht und oberfl\u00e4chenfixiert sie agiert, so traurig menschlich erscheint sie in einigen Szenen. Wenn die Suche nach dem Jungen sie zu ihrer eigenen Mutter f\u00fchrt, wird zudem verst\u00e4ndlich, woher sie ihre H\u00e4rte hat. In der Darstellung von Beziehungen \u2013 der kaputten Ehe von Zhenya und Boris wie auch ihrer neuen Liebschaften \u2013 erweist sich \u00bbLoveless\u00ab zudem als zutiefst melancholische Reflexion \u00fcber die Verg\u00e4nglichkeit von Gef\u00fchlen. Ein Zeitsprung am Ende des Films zeigt: Auch diese neuen Lieben verlieren schrecklich schnell ihren Glanz.<br \/>\n<em>(Patrick Seyboth, epd-Film, 22. Februar 2018)<\/em><\/p><\/div><div class='clear_column'><\/div>\n<hr>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt: Der Regisseur: Hintergrund: Kritikerstimmen:<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1861,"parent":2194,"menu_order":5,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"hero_heading":"","hero_subheading":"","footnotes":""},"class_list":["post-1906","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.filmring-linz.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1906","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.filmring-linz.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.filmring-linz.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.filmring-linz.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.filmring-linz.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1906"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.filmring-linz.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1906\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2201,"href":"https:\/\/www.filmring-linz.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1906\/revisions\/2201"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.filmring-linz.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2194"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.filmring-linz.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1861"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.filmring-linz.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1906"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}