{"id":2935,"date":"2023-09-06T11:15:18","date_gmt":"2023-09-06T09:15:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.filmring-linz.at\/?page_id=2935"},"modified":"2024-09-15T15:15:38","modified_gmt":"2024-09-15T13:15:38","slug":"ouistreham","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.filmring-linz.at\/?page_id=2935","title":{"rendered":"Ouistreham"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading has-x-large-font-size\"><strong>Ouistreham &#8211; Wie im echten Leben<\/strong><\/h1>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">FR 2021; Regie: Emmanuel Carrere; Drehbuch: Emmanuel Carrere, Helene Deynck;  Kamera: Patrick Blossier;  Musik: Mathieu Lamboley;  Schnitt: Albertine Lastera; Darsteller: Juliette Binoche, Helene Lambert, Lea Carne, Emily Madeleine, Patricia Prieur, Louise Pociecka. L\u00e4nge: 106 Min. OmdUT<\/pre>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Trailer<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><span style=\"color: rgb(204, 204, 204); font-size: 20px; background-color: rgb(246, 247, 248);\"><a id=\"6ab4f4e157905\" rel=\"wp-video-lightbox\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=bdPnov8PVhc&#038;width=640&#038;height=480\" title=\"\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/6_wie_im_echten_Leben-1.jpg\" class=\"video_lightbox_anchor_image\" alt=\"\" \/><\/a>    <script>\r\n    \/* <![CDATA[ *\/\r\n    jQuery(document).ready(function($){\r\n        $(function(){\r\n            var width = $(window).innerWidth();\r\n            var setwidth = parseFloat(640);\r\n            var ratio = parseFloat(0.75);\r\n            var height = parseFloat(480);\r\n            var link = 'https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=bdPnov8PVhc&amp;width=640&amp;height=480';\r\n            if(width < setwidth)\r\n            {\r\n                height = Math.floor(width * 0.75);\r\n                \/\/console.log(\"device width \"+width+\", set width \"+640+\", ratio \"+0.75+\", new height \"+ height);\r\n                var new_url = wpvl_paramReplace('width', link, width);\r\n                var new_url = wpvl_paramReplace('height', new_url, height);\r\n                $(\"a#6ab4f4e157905\").attr('href', new_url);\r\n                \/\/console.log(new_url);\r\n            }\r\n        });\r\n    });\r\n    \/* ]]> *\/\r\n    <\/script><\/span><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Inhalt<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Schriftstellerin Marianne beginnt ein Under-cover-Leben auf Zeit: In der Normandie bewirbt sie sich in einem Jobcenter um eine Stelle als Putzfrau, weil sie eintauchen will in das Leben jener Vernachl\u00e4ssigten und beinahe Vergessenen, die bei l\u00e4cherlich geringer Bezahlung unter h\u00f6chstem k\u00f6rperlichen Einsatz den Dreck anderer wegputzen m\u00fcssen bzw. d\u00fcrfen. Mit ihren neuen Freundinnen und Arbeitskolleginnen pendelt sie aus Caen in den F\u00e4hrhafen Ouistreham, um dort im Schichtbetrieb und im Akkord die verschmutzten Kabinen der F\u00e4hren nach England zu reinigen. Das Eintauchen in eine Welt voll Ausbeutung und Geringsch\u00e4tzung bei gleichzeitigem Erleben von echter Freundschaft, gelebter Hilfsbereitschaft und Solidarit\u00e4t ger\u00e4t f\u00fcr die privilegierte K\u00fcnstlerin zur Herausforderung. Als ihre Doppelrolle entdeckt wird, sind die Auseinandersetzungen heftig und die Entt\u00e4uschungen riesengro\u00df.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kritik<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Kritikerstimmen<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Die freundschaftliche N\u00e4he zu den anderen Frauen wird f\u00fcr Marianne zum Problem. Denn irgendwann wird sie ihre wahre Identit\u00e4t offenbaren m\u00fcssen. Aus dieser Situation bezieht die Geschichte ihre Spannung. Und wenn es am Ende sentimental zu werden droht, findet der Film schnell in die Realit\u00e4t zur\u00fcck zu den Putzfrauen von der Kanalf\u00e4hre, die hier ein Gesicht bekommen. Das wirkt wie selbstverst\u00e4ndlich und \u00f6ffnet uns gleichzeitig die Augen. Ein authentischer und anr\u00fchrender Film. <\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>(NDR, Juli 2022)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Die M\u00fchsal, der Stress, die Qual, all das kann nur berichtet werden, in den Bildern wird die schlimmste Akkordarbeit immer eine ungewollte Faszination aus\u00fcben, in ihrer mechanischen Sch\u00f6nheit und Pr\u00e4zision. Carrere, der auch dokumentarisch arbeitete, hat auch die Arbeitsszenen exakt inszeniert, und er hat einen zweiten Kameramann, Philippe Lagnier, losgeschickt, der unabh\u00e4ngig Aufnahmen in Caen machen sollte. Zwei Dutzend von diesen sind im Film eingef\u00fcgt, Mystery Shots nennt Carrere\u00a0sie.<\/em>\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(Fritz G\u00f6ttler,\u00a0sueddeutsche.de,\u00a04. Juli 2022)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Emmanuel Carrere<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Geboren 1957 in Paris. Er ist Schriftsteller, Drehbuchautor, Produzent und Regisseur.\u00a0\u00a0Seit den fr\u00fchen 1980-er Jahren schreibt er B\u00fccher, die teilweise auch wichtige Literaturpreise gewannen, wie etwa das 2022 erschienene \u201aYoga\u2018.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben seiner T\u00e4tigkeit als Drehbuchautor und Regisseur von Filmen f\u00fcr Kino und Fernsehen war er auch Jurymitglied bei bekannten Filmfestivals wie Cannes oder Venedig.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hintergrund<\/h2>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Film basiert auf dem Roman \u201aLe Quai d\u2018 Ouistreham\u2018 der franz\u00f6sischen Journalistin Florence Aubenas. Die Schauspielerin Juliette Binoche kam erstmals 2010 mit dem Buch in Ber\u00fchrung und war begeistert davon. Der spontan aufkommende Gedanke nach einer Verfilmung erhielt jedoch einen D\u00e4mpfer: Die Autorin weigerte sich hartn\u00e4ckig, die Rechte f\u00fcr eine Film-Adaption abzutreten. Immer wieder konfrontierte die Schauspielerin die Journalistin und Schriftstellerin mit ihrem Wunsch, so lange, bis diese schlussendlich tats\u00e4chlich ihre Zustimmung gab, allerdings unter einer Bedingung: Dass Emmanuel Carrere die Regie machen m\u00fcsse.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser \u00e4u\u00dfert sich in einem Interview zur Entstehung des Films:<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Es gab eine erste Idee, die zu einem Drehbuch f\u00fchrte, das ich mit H\u00e9l\u00e8ne Devynck schrieb. Nach vielem Herumprobieren sind wir von einer buchnahen Adaption abger\u00fcckt und dazu \u00fcbergegangen, die Gem\u00fctszust\u00e4nde der Frauen ausf\u00fchrlich zu schildern, wie ich es in meinen Filmen liebe: hier die Freundschaften, die sich enger und intimer als anderswo entwickeln. Ich entschied mich, diese und ihre Folgen zentral zu behandeln und folglich auch das Gef\u00fchl des Verrats zu thematisieren, wenn die Protagonistin zugibt, dass sie eine Schriftstellerin ist.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ouistreham &#8211; Wie im echten Leben FR 2021; Regie: Emmanuel Carrere; Drehbuch: Emmanuel Carrere, Helene Deynck; Kamera: Patrick Blossier; Musik: Mathieu Lamboley; Schnitt: Albertine Lastera; Darsteller: Juliette Binoche, Helene Lambert, Lea Carne, Emily Madeleine, Patricia Prieur, Louise Pociecka. L\u00e4nge: 106 Min. 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