{"id":3432,"date":"2025-08-31T17:49:06","date_gmt":"2025-08-31T15:49:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.filmring-linz.at\/?page_id=3432"},"modified":"2025-08-31T18:33:51","modified_gmt":"2025-08-31T16:33:51","slug":"tatami","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.filmring-linz.at\/?page_id=3432","title":{"rendered":"Tatami"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading has-x-large-font-size\"><strong>Tatami<\/strong><\/h1>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">Georgien, USA 2023; Regie: Zar Amir Ebrahimi, Guy Nattiv; Drehbuch: Guy Nattiv, Elham Erfani; Kamera: Todd Martin; Schnitt: Yuval Orr, Musik: Dascha Dauenhauer; Darsteller: Arienne Mandi, Zar Amir, Jaime Ray Newman, Nadine Marshall, Lir Katz, Ash Goldeh, Elhan Erfani, L\u00e4nge: 104 Minuten OmdUT (Englisch, Farsi)<\/pre>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Trailer<\/h2>\n\n\n\n<p><code><code><code><a id=\"6a398fdd5f61c\" rel=\"wp-video-lightbox\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=mkFL5jYvU?rel=0&#038;width=640&#038;height=480\" title=\"\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1_Tatami.png\" class=\"video_lightbox_anchor_image\" alt=\"\" \/><\/a>    <script>\r\n    \/* <![CDATA[ *\/\r\n    jQuery(document).ready(function($){\r\n        $(function(){\r\n            var width = $(window).innerWidth();\r\n            var setwidth = parseFloat(640);\r\n            var ratio = parseFloat(0.75);\r\n            var height = parseFloat(480);\r\n            var link = 'https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=mkFL5jYvU?rel=0&amp;width=640&amp;height=480';\r\n            if(width < setwidth)\r\n            {\r\n                height = Math.floor(width * 0.75);\r\n                \/\/console.log(\"device width \"+width+\", set width \"+640+\", ratio \"+0.75+\", new height \"+ height);\r\n                var new_url = wpvl_paramReplace('width', link, width);\r\n                var new_url = wpvl_paramReplace('height', new_url, height);\r\n                $(\"a#6a398fdd5f61c\").attr('href', new_url);\r\n                \/\/console.log(new_url);\r\n            }\r\n        });\r\n    });\r\n    \/* ]]> *\/\r\n    <\/script><\/code><\/code><\/code><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Inhalt<\/h2>\n\n\n\n<p>Erstmals&nbsp;dreht ein israelisch-iranisches Regie-Team, Guy&nbsp;Nattiv&nbsp;und Zar Amir Ebrahimi, gemeinsam einen Spielfilm. Das kann bei der Feindschaft zwischen den Regierungen dieser beiden Nationen&nbsp;durchaus als&nbsp;Sensation gewertet werden. Inspiriert ist der mitrei\u00dfende Sport-Thriller von verschiedenen wahren Begebenheiten. Der gr\u00f6\u00dfte Traum der jungen und ehrgeizigen iranischen Judoka Leila ist es, von der WM&nbsp;in Tiflis die Goldmedaille nach Hause zu bringen. Als sich im Laufe des Wettkampfes immer mehr abzeichnet, dass sie auf ihrem Weg zum Titel&nbsp;auf eine Konkurrentin aus Israel treffen wird, beginnt das Regime in Teheran zunehmend nerv\u00f6s zu werden. Der Druck auf Leilas Trainerin, ihre Athletin unter Vort\u00e4uschung einer Verletzung aus dem Turnier zu nehmen, w\u00e4chst und w\u00e4chst. Auch Leilas Familie zuhause in Teheran sieht sich mehr und mehr bedroht.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kritiken<\/h2>\n\n\n\n<p>In klaustrophobischen Schwarz-Wei\u00df-Bildern h\u00e4lt Kameramann Todd Martin den Mikrokosmos im Sportpalast von Tiflis wie ein Kammerspiel fest, unterst\u00fctzt vom intensiven Score der deutschen Filmkomponistin Dascha&nbsp;Dauenhauer. Dabei ist \u00bbTATAMI\u00ab zugleich ein packendes Sportdrama mit rasant inszenierten Judok\u00e4mpfen und ein politischer Thriller um strukturelle Unterdr\u00fcckung, individuelle Freiheit und pers\u00f6nliche Verantwortung.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Film ist inspiriert von realen&nbsp;Sportler:innen&nbsp;aus dem Iran, die sich in den vergangenen Jahren mehrfach \u00fcber Verbote des Mullah-Regimes hinwegsetzten und damit viel riskierten und ins Exil gehen mussten. Einige wurden sp\u00e4ter Teil eines Fl\u00fcchtlings-Judoteams und traten bei Wettk\u00e4mpfen an. Die Entstehungsgeschichte des Spielfilms selbst ist nicht minder spannend: Es ist die erste Produktion, bei der ein Israeli und eine Iranerin zusammen Regie f\u00fchrten.<\/p>\n\n\n\n<p><em>(Thomas\u00a0Arbeltshauser, epd-Film, Juli 2024)<\/em><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Regisseur:innen<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Guy&nbsp;<\/strong><strong>Nattiv<\/strong>&nbsp;(geboren 1973 in Tel Aviv)&nbsp;begann nach dem Studium an&nbsp;einer israelischen Filmhochschule als&nbsp;Regisseur von Kurz- und Werbefilmen. 2002 in Berlin gewann sein Kurzfilm&nbsp;<strong>\u201a<\/strong><strong>Mabul<\/strong><strong>\u2018 (Sintflut)<\/strong>&nbsp;einen Hauptpreis. Den Stoff f\u00fcr diesen Film baute er dann&nbsp;zu seinem ersten Spielfilm aus. Dieser erschien 2010.&nbsp;Den vorl\u00e4ufigen H\u00f6hepunkt seiner Karriere erlebte der israelische Regisseur im Jahr 2018, als sein&nbsp;Kurzfilm&nbsp;<strong>\u201aSkin\u2018&nbsp;<\/strong>den Oscar gewann, erneut entstand daraus ein Lang-Spielfilm, der beim Toronto Filmfestival 2018 Premiere hatte.&nbsp;Internationales&nbsp;Aufsehen erregte er&nbsp;dann 2023&nbsp;mit seinem Film&nbsp;\u201a<strong>Golda \u2013&nbsp;<\/strong><strong>Israles<\/strong><strong>&nbsp;eiserne Lady\u2018<\/strong><strong>,<\/strong>&nbsp;einem kritischen Blick auf die israelische Polit-Ikone Golda Meir.&nbsp;Nativ lebt in den USA, in Los Angeles.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zar Amir Ebrahimi<\/strong>, geboren 1981 im Iran, wurde nach&nbsp;dem Besuch der Schauspielschule in Teheran eine ber\u00fchmte&nbsp;Schauspielerin in ihrem Heimatland.&nbsp;Sie spielte in TV-Filmen und in einer popul\u00e4ren Seifenoper, ehe ein angeblicher Sex-Video-Skandal ihre&nbsp;Schauspiel-Karriere im Iran abrupt beendete. Sie musste&nbsp;2008&nbsp;nach Frankreich&nbsp;fliehen, in ihrer Heimat wurde sie in Abwesenheit zu 99 Peitschenhieben und 10 Jahren Berufsverbot verurteilt.&nbsp;In Frankreich arbeitete sie zun\u00e4chst als Fotografin, ehe ihre Karriere wieder in Gang kam. F\u00fcr ihre Hauptrolle im Spionage-Thriller&nbsp;<strong>\u201aHol<\/strong><strong>y<\/strong><strong>&nbsp;Spider<\/strong><strong>\u2018<\/strong>&nbsp;erhielt sie 2022 einige Auszeichnungen. In Guy&nbsp;Nattivs&nbsp;Film&nbsp;<strong>\u201aTatami\u2018<\/strong>&nbsp;\u00fcbernahm sie erstmals die Co-Regie, sie spielte auch&nbsp;die&nbsp;wichtige Rolle&nbsp;von Leilas Judo-Trainerin.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Regie-Team \u00fcber den Film<\/h2>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Den Film haben wir heimlich in Georgien gedreht.&nbsp;Wir&nbsp;beide&nbsp;sind in Israel und&nbsp;im&nbsp;Iran aufgewachsen. Von Staats wegen mussten wir Feinde sein! Ich hatte so meine \u00c4ngste bei diesem Projekt, selbst jetzt, so weit weg von meiner Heimat, wo mich niemand angreifen kann. Trotzdem hatte ich Angst: Wenn ich das mache, w\u00fcrde dann mit uns passieren?&nbsp;(Zar Amir)<\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben das gemacht, was unsere Regierungen immer verhindern wollen. Wir haben das Unm\u00f6gliche gewagt. Und wir haben beschlossen, uns einander vollkommen zu vertrauen. Wir haben vom Mossad Hinweise bekommen, dass Georgien ein Hotspot f\u00fcr iranische Agenten ist, deshalb mussten wir heimlich drehen \u2013 auch weil Zar gef\u00e4hrdet war.&nbsp;(Guy&nbsp;Nattiv)<\/p>\n<\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tatami Georgien, USA 2023; Regie: Zar Amir Ebrahimi, Guy <a class=\"continue-reading-link\" href=\"https:\/\/www.filmring-linz.at\/?page_id=3432\"> <span class=\"meta-nav\">&rarr; <\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":635,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"class_list":["post-3432","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.filmring-linz.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3432","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.filmring-linz.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.filmring-linz.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.filmring-linz.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.filmring-linz.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3432"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.filmring-linz.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3432\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3485,"href":"https:\/\/www.filmring-linz.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3432\/revisions\/3485"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.filmring-linz.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/635"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.filmring-linz.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3432"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}