{"id":696,"date":"2014-07-26T15:28:42","date_gmt":"2014-07-26T13:28:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.filmring-linz.at\/?page_id=696"},"modified":"2015-07-24T09:49:01","modified_gmt":"2015-07-24T07:49:01","slug":"das-grosse-heft","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.filmring-linz.at\/?page_id=696","title":{"rendered":"Das gro\u00dfe Heft"},"content":{"rendered":"<p><em><div class='content-column one_half'><\/em><\/p>\n<header>\n<hgroup>\n<h2>Das gro\u00dfe Heft (A nagy f\u00fczet)<\/h2>\n<\/hgroup>\n<\/header>\n<p><strong>Mo, 26. \u2014 Fr, 30.01.2015 | 17:30 Uhr | City-Kino<\/strong><\/p>\n<p>UNG\/A\/D\/F 2013, Regie: J\u00e1nos Sz\u00e1sz, Drehbuch: J\u00e1nos Sz\u00e1sz, Andras Szeker nach dem gleichnamigen Roman von \u00c1gota Krist\u00f3f, K: Christian Berger, S: Szilvia Ruszev, M: Johan Johanson, Darsteller: L\u00e1szl\u00f3 Gy\u00e9m\u00e1nt, Andr\u00e1s Gy\u00e9m\u00e1nt, Piroska Moln\u00e1r, Ulrich Thomsen, Ulrich Matthes, 109 Minuten, OmdUt<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><\/div><\/p>\n<p><center><div class='content-column one_half last_column'>Trailer:<code><a id=\"6acc1d8ca4916\" rel=\"wp-video-lightbox\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=G9N6AoSq_Qo?rel=0&#038;width=640&#038;height=480\" title=\"\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/dasgro\u00dfeheft.jpg\" class=\"video_lightbox_anchor_image\" alt=\"\" \/><\/a>    <script>\r\n    \/* <![CDATA[ *\/\r\n    jQuery(document).ready(function($){\r\n        $(function(){\r\n            var width = $(window).innerWidth();\r\n            var setwidth = parseFloat(640);\r\n            var ratio = parseFloat(0.75);\r\n            var height = parseFloat(480);\r\n            var link = 'https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=G9N6AoSq_Qo?rel=0&amp;width=640&amp;height=480';\r\n            if(width < setwidth)\r\n            {\r\n                height = Math.floor(width * 0.75);\r\n                \/\/console.log(\"device width \"+width+\", set width \"+640+\", ratio \"+0.75+\", new height \"+ height);\r\n                var new_url = wpvl_paramReplace('width', link, width);\r\n                var new_url = wpvl_paramReplace('height', new_url, height);\r\n                $(\"a#6acc1d8ca4916\").attr('href', new_url);\r\n                \/\/console.log(new_url);\r\n            }\r\n        });\r\n    });\r\n    \/* ]]> *\/\r\n    <\/script><\/code><\/div><div class='clear_column'><\/div><\/center><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Inhalt:<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><div class='content-column one_fourth'><a href=\"https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/dgh10.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-659\" src=\"https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/dgh10.jpg\" alt=\"dgh10\" width=\"226\" height=\"128\" srcset=\"https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/dgh10.jpg 226w, https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/dgh10-150x84.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 226px) 100vw, 226px\" \/><\/a><\/div><div class='content-column three_fourth last_column'><p>Es ist Krieg. Der Vater wird einberufen, die Mutter bringt die beiden dreizehnj\u00e4hrigen Zwillingsbr\u00fcder zur Gro\u00dfmutter aufs Land. Zwei Haltungen sch\u00e4rft sie ihnen ein: immer weiter zu lernen und um jeden Preis zu \u00fcberleben.<\/p>\n<p>Niemals zuvor haben die Kinder ihre Gro\u00dfmutter gesehen, die in einem heruntergekommenen Bauernhof an einem Waldst\u00fcck nahe der Grenze lebt. Die beiden m\u00fcssen hart arbeiten, bei jeder Kleinigkeit setzt es Schl\u00e4ge. Auch in der Stadt, wo sie Besorgungen machen, behandelt man sie nicht besser. Ihre Erlebnisse halten die beiden Kinder in einem Schreibheft fest.<\/p>\n<p>Die Jungen beschlie\u00dfen, sich in immer neuen \u00dcbungen abzuh\u00e4rten, um zu \u00fcberleben. Sie lernen zu betteln, zu stehlen, zu schlagen, zu l\u00fcgen, ganz so, wie es die Welt um sie herum vorlebt&#8230;<\/p><\/div><div class='clear_column'><\/div><\/p>\n<p><strong>Kritikerstimmen:<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><div class='content-column one_fourth'><a href=\"https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/dgh9.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-658\" src=\"https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/dgh9.jpg\" alt=\"dgh9\" width=\"226\" height=\"95\" srcset=\"https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/dgh9.jpg 226w, https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/dgh9-150x63.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 226px) 100vw, 226px\" \/><\/a><\/div><div class='content-column three_fourth last_column'><p>\u201eAls universelle Erz\u00e4hlung angelegt, l\u00e4sst sich die Geschichte mit geringf\u00fcgigen Anpassungen in andere Orte und Zeiten \u00fcbertragen. Nein, das ist kein Film, aus dem man mit einem vers\u00f6hnlichen L\u00e4cheln kommt; aber das war auch ganz sicher nie die Absicht von J\u00e1nos Sz\u00e1sz.\u201c (Screen Daily)<\/p>\n<hr \/>\n<p>\u201eDie Romanhandlung wurde f\u00fcr die vorz\u00fcgliche Verfilmung sinnvoll gestrafft. Dadurch bleibt einem manche Perversion und Grausamkeit erspart, was der Inszenierung hoch anzurechnen ist. Gleichwohl stockt einem angesichts der gezeigten Gef\u00fchlsk\u00e4lte und Brutalit\u00e4t oft genug der Atem.\u201c<\/p>\n<p>(Heidi Strobel, filmdienst)<\/div><div class='clear_column'><\/div><\/p>\n<p><strong>Romanvorlage:<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><div class='content-column one_fourth'><a href=\"https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/dgh1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-654\" src=\"https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/dgh1.jpg\" alt=\"dgh1\" width=\"226\" height=\"148\" srcset=\"https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/dgh1.jpg 226w, https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/dgh1-150x98.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 226px) 100vw, 226px\" \/><\/a><\/div><div class='content-column three_fourth last_column'><p>\u201eDas gro\u00dfe Heft\u201c basiert auf dem Roman LE GRAND CAHIER der ungarisch-schweizerischen Autorin Agota Krist\u00f3f, der seit seiner Ver\u00f6ffentlichung 1986 in 40 Sprachen \u00fcbersetzt wurde.<\/p>\n<p>Die objektive Schreibweise, f\u00fcr die die Autorin ber\u00fchmt werden sollte, r\u00fchrt daher, dass sie in einer Fremdsprache (Franz\u00f6sisch), die sie sich m\u00fchsam angeeignet hat, Literatur verfasste. Sie musste mit ihrer Familie vor den stalinistischen Verfolgungen aus Ungarn emigrieren.<\/p>\n<p>Diese Schreibweise verdankt sich der Notwendigkeit, sich streng \u201ean das Sichtbare und H\u00f6rbare\u201c zu halten.\u00a0 Es ist kein autobiografischer Roman, aber sie \u201esei vollkommen darin enthalten\u201c, wie die Autorin sp\u00e4ter einmal sagen wird.<\/div><div class='clear_column'><\/div><\/p>\n<p><strong>Zitate aus dem Roman:<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p>\u201eGro\u00dfmutter ist die Mutter unserer Mutter. Bevor wir zu ihr gekommen sind, wussten wir nicht, dass die Mutter unserer Mutter noch lebt. Wir nennen sie Gro\u00dfmutter. Sie nennt uns Hundes\u00f6hne.\u201c<\/p>\n<p>\u201eAlles, was wir erleben, schreiben wir in das gro\u00dfe Heft: was wir sehen, was wir h\u00f6ren und was wir tun. Wir haben eine einfache Regel daf\u00fcr, ob das, was wir geschrieben haben, gut oder schlecht ist: Es muss wahr sein.\u201c<\/p>\n<p>\u201eLangsam erfriert alles. Unsere H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe sind voller Narben und Furunkel. \u00dcberall juckt es. Wir haben L\u00e4use. Die Leute in der Stadt sind schwach. Viele sterben. Wir sind stark, weil wir ge\u00fcbt haben. Wir werden nicht so leicht sterben.\u201c<\/p>\n<p>\u201eUnsere erste \u00dcbung ist, unsere K\u00f6rper abzuh\u00e4rten. Gro\u00dfmutter schl\u00e4gt uns jeden Morgen in der K\u00fcche mit einem nassen Waschlappen. Auch der Brieftr\u00e4ger, der Kneipenwirt und andere ohrfeigen und treten uns. Wir wissen nicht, warum. Wir beschlie\u00dfen, unsere K\u00f6rper zu trainieren, um uns abzuh\u00e4rten. Wir wollen keinen Schmerz mehr empfinden, damit wir ihn ertragen k\u00f6nnen, ohne zu weinen.\u201c<\/p>\n<p><strong>J\u00e1nos Sz\u00e1sz \u00fcber seinen Film:<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><div class='content-column one_fourth'><a href=\"https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/dgh4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-655\" src=\"https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/dgh4.jpg\" alt=\"dgh4\" width=\"226\" height=\"95\" srcset=\"https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/dgh4.jpg 226w, https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/dgh4-150x63.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 226px) 100vw, 226px\" \/><\/a><\/div><div class='content-column three_fourth last_column'><p>\u201eWas mich besonders interessierte, war der Aspekt, wie zwei Kinder zu leben lernen. Wie es geschehen kann, dass sie in gewisser Weise zu Ungeheuern werden.<\/p>\n<p>Ein zweiter Punkt ist, dass die Geschichte im Krieg spielt. Wie kann man eine Kriegsgeschichte erz\u00e4hlen, ohne den Krieg selbst zu zeigen? Ich wollte zeigen, wie der Krieg den menschlichen Charakter ver\u00e4ndert, was er aus zwei unschuldigen Kindern machen kann.\u201c<\/div><div class='clear_column'><\/div><\/p>\n<p><strong>Der Regisseur J\u00e1nos Sz\u00e1sz:<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><div class='content-column one_fourth'><a href=\"https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/dgh8.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-657\" src=\"https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/dgh8.jpg\" alt=\"dgh8\" width=\"224\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/dgh8.jpg 224w, https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/dgh8-150x100.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 224px) 100vw, 224px\" \/><\/a><\/div><div class='content-column three_fourth last_column'><p>Geb. 1958. Regiestudium an der Akademie f\u00fcr Theater und Film, anschlie\u00dfend vier Jahre am Nationaltheater in Budapest. Autor und Regisseur von Spiel- und Dokumentarfilmen. Daneben weiter Theaterregisseur mit Inszenierungen in Washington, Oslo, Moskau und Budapest. Dozent der Meisterklasse f\u00fcr Schauspiel in Budapest.<\/div><div class='clear_column'><\/div><\/p>\n<p><strong>Filmografie:<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><div class='content-column one_fourth'><a href=\"https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/dgh5.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-656\" src=\"https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/dgh5.jpg\" alt=\"dgh5\" width=\"226\" height=\"95\" srcset=\"https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/dgh5.jpg 226w, https:\/\/www.filmring-linz.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/dgh5-150x63.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 226px) 100vw, 226px\" \/><\/a><\/div><div class='content-column three_fourth last_column'><p><span style=\"color: #000000;\">1994: WOYZECK (Europ\u00e4ischer Filmpreis und Einreichung f\u00fcr Auslands-Oscar)<br \/>\n<\/span>1997: DIE WITMAN BR\u00dcDER (Preise in Moskau und Thessaloniki)<br \/>\n2000: EYES OF THE HOLOCAUST<br \/>\n2007: OPIUM \u2013 DIARY OF A MADWOMAN (Preise in Budapest)<br \/>\n2013: LE GRAND CAHIER<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p><\/div><div class='clear_column'><\/div><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt: Kritikerstimmen: Romanvorlage: Zitate aus dem Roman: \u201eGro\u00dfmutter ist die Mutter unserer Mutter. 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