The Guilty

Mo, 11. – Sa, 16.11.2019 | 17:30 Uhr bzw. Sa, 15:00 Uhr | City-Kino

The Guilty

DEN 2018, Regie: Gustav Möller, Drehbuch: Gustav Möller, Emil Nygard Albertsen, Kamera: Jasper Spanning, Musik: Carl Coleman, Caspar Hesselager, Schnitt: Carla Luffe. Darsteller: Jacob Cedergren, Jessica Dinnage, Omar Shargawi, Johan Olsen, Jacob Lohmann, 88 min, OmdUT

Das Erstlingswerk des schwedisch-dänischen Regisseurs Gustav Möller ist formal durchaus außergewöhnlich und aufregend: Die Handlung spielt innerhalb weniger Stunden in einer Nacht an einem einzigen Schauplatz: der Notrufzentrale der Polizei von Kopenhagen. Der Polizist Asger Holm nimmt den Notruf einer verängstigten und völlig verzweifelten Frau entgegen, die von ihrem Ex-Mann im Auto offenbar entführt worden ist. Der Polizist koordiniert von seinem Standort am Notfall-Telefon die atemberaubende Suche und Verfolgungsjagd, gleichzeitig mit ihm geraten auch wir Zuschauer (und Zuhörer) in einen unglaublichen Strudel von Ereignissen und dramatischen Entwicklungen. Das Hauptthema der Schuld und des Schuldig-Seins gerät mehr und mehr in den Vordergrund.

Auszeichnungen: Zürich Film Festival 2018: Kritikerpreis, Europäischer Filmpreis 2018: bester Erstlingsfilm

In den Gängen

Mo, 09. – Sa, 14.12.2019 | 17:30 Uhr bzw. Sa, 15:00 Uhr | City-Kino

In den Gängen

D 2015, Regie: Thomas Stuber, Drehbuch: Thomas Stuber, Clemens Meyer nach dessen gleichnamiger Kurzgeschichte, K: Peter Matjasko M: Timber Timbre, Son Lux, Johann Sebastian Bach, Johann Strauß, S: Kaya Inan, Darsteller: Franz Rogowski, Sandra Hüller, Peter Kurth, Andreas Leupold, 125 Minuten, OdV

IN DEN GÄNGEN erzählt von einer zarten Liebe, die in dem geschützten Kosmos eines Großmarkts, inmitten einer Atmosphäre von familiärer Freundschaft und Zugehörigkeit, gedeiht und außerhalb des Marktes keine Chance hätte.
Christian ist neu im Großmarkt. Schweigend taucht er in das unbekannte Universum ein: die langen Gänge, die ewige Ordnung der Warenlager, die surreale Mechanik der Gabelstapler. Bruno, der Kollege aus der Getränkeabteilung, nimmt sich seiner an, zeigt ihm Tricks und Kniffe, wird ein väterlicher Freund. Und dann ist da noch Marion von den Süßwaren, die ihre kleinen Scherze mit Christian treibt. Als er sich in sie verliebt, fiebert der ganze Großmarkt mit. Doch Marion ist verheiratet – aber nicht sehr glücklich, wie es heißt…

Dies ist ein ruhiger Film über Arbeitswelten und die Würde gemeinsamer Arbeit mit Dialogen, denen die Geschwätzigkeit deutscher Drehbücher abgeht. Ein Film, nach dem man eine Weihnachtsfeier mit Schlagermusik mit anderen Augen sieht.
(Fabian Tietke, taz)

 

Internationale Filmfestspiele Berlin 2018: Auszeichnung als Bester Film im Wettbewerb der Berlinale mit dem Gilde-Filmpreis + Auszeichnung mit dem Preis der Ökumenischen Jury)